Details zum nächsten iPhone

Im Februar hatte ich zu den Erwartungen für ein neues iPhone im Sommer spekuliert. Jetzt beginnt in zwei Wochen die Apple-Entwicklerkonferenz WWDC 2009, und mit der Vorstellung eines neuen iPhone – lieferbar spätestens im Juli – wird fest gerechnet. Nennen wir es mal „iPhone v3“.

Inzwischen hat sich auch der äußerst treffsichere John Gruber zum Thema gemeldet und einige Eckdaten des iPhone v3 bestätigt. Insgesamt erwarte ich folgendes:

  • äußerlich kaum vom iPhone 3G (= v2) zu unterscheiden
  • wesentlich schnellerer Prozessor
  • doppelter Arbeitsspeicher (256 statt 128 MB)
  • Magnetkompaß
  • bessere Kamera mit Autofokus, video-fähig

[Nachtrag 28.05. Natürlich steigt auch die Flash-Kapazität, auf 16 bzw. 32 GB.]

Die wirklich großen Errungenschaften werden der schnellere Prozessor und – noch viel wichtiger – der größere Arbeitsspeicher sein. Eine Verdopplung des Arbeitsspeichers bringt eine Vervielfachung der Möglichkeiten, denn von den 128 MB im iPhone v1/v2 wird einiges für die konstanten Grundfunktionen des iPhone OS benötigt. Komplexe Zusatzprogramme wie das hervorragende Daylite Touch müssen so auf engstem Raum spielen. Mit dem iPhone v3 wird das anders.

Selbst Apple war vom bahnbrechenden Erfolg des iPhone App Store überrascht. Erst jetzt kommt eine Hardware, die ihm voll gerecht wird.

Für Hardcore-iPhone-Anwender heißt das ganz klar: das iPhone v3 ist ein Muß. Demzufolge dürften auch die Preise für gebrauchte iPhones v1 und v2 (= 2G und 3G) in Kürze stark fallen. Trenne sich, wer kann.

Die Video-Fähigkeiten des iPhone v3 möchte Apple angeblich in großem Stil bewerben. Bereits das alte iPhone ist technisch durchaus in der Lage, Video aufzuzeichnen, z. B. mit dem unautorisierten Programm Cycorder. Deshalb glaube ich, daß Apple mit dem neuen iPhone weitreichende Funktionen einführen wird, Video nicht nur aufzuzeichnen, sondern auch zu bearbeiten. Ein „iMovie Mobile“ sozusagen. Aufgrund der erhöhten Systemanforderungen (RAM!) dürfte diese Funktion dem iPhone v3 vorbehalten bleiben – Apple wird es als schlagendes Argument für einen Umstieg auf das neue Modell anführen.

Der neue Magnetkompaß ist das fehlende Glied, das das iPhone zum König der Navigationsgeräte machen wird. Man stelle sich nur die Einbindung in Google Street View vor!

Unklar bleibt, ob Apple bereits ab Werk in Zusammenarbeit mit Google eine echte „Turn-by-Turn“ Navigation liefern wird. Es heißt, bislang halte Google nicht die notwendigen Lizenzen an den Kartographiedaten, um Turn-by-Turn anbieten zu dürfen. Andererseits hat Apple auffälligerweise bisher jede Lösung anderer Anbieter abgeblockt, sonst gäbe es TomTom längst auf dem iPhone 3G.

Wir werden es bald erfahren!