Sterbende Festplatten erkennen mit DiskWarrior

DiskWarrior 4Moderne Festplatten haben SMART, das steht für „Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology“. Auszulesen am Mac im Festplatten-Dienstprogramm unten rechts unter „S.M.A.R.T-Status“.

Aber was bringt das? Meistens steht da „Überprüft“, auch wenn die Festplatte schon komische Geräusche macht. Irgendwann heißt es auf einmal „Fehlgeschlagen“, dann kommt aber oft jede Hilfe zu spät.

DiskWarrior 4 (sofort kaufen, wenn auch aus anderen Gründen) kann diesen Status im Hintergrund regelmäßig überprüfen und im Fehlerfall eine Warnung abgeben, auch per Email. Tolle Sache! Aber leider warnt selbst DiskWarrior erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, und die Daten vielleicht schon hinüber sind.

Viel interessanter sind die Einträge, die DiskWarrior regelmäßig stillschweigend ins Systemprotokoll schreibt. (Programme -> Dienstprogramme -> Konsole, dort bei „system.log“.) Ein Beispiel:

… DiskWarriorDaemon: … The spare blocks for ATA device ‚XXXXX‘, serial number ‚ZZZZZ‘, appear to be exhausted. (Total Available: 36) (Use Attempts: 94)

In der Tat, eine Festplatte in meinem Mac Pro hatte vor ein paar Wochen komische Geräusche gemacht und sich danach wieder beruhigt. Offenbar hat sie ein paar Sektoren, die sich nur mit heroischen Maßnahmen lesen lassen. Aber wie lange noch? Sie würde die dubiosen Sektoren gerne durch funktionierende ersetzen, aber das Maß ist voll und es sind keine Ersatz-Sektoren mehr frei. Das heißt für die Zukunft nichts Gutes.

Ich hätte diese todgeweihte Festplatte längst ausgetauscht, aber: welche der vier installierten Platten ist der Übeltäter? Jetzt weiß ich’s, DiskWarrior sei Dank.

Besser wäre natürlich ein Überwachungsprogramm, das sowas automatisch meldet. (Achtung, Marktlücke!) Ein guter Ansatzpunkt wären die „smartmontools„, mit denen man eine unglaubliche Fülle an Informationen abrufen kann. Leider sind sie so spröde, daß sie nur für Programmierer taugen. Hier könnte eine nette kleine GUI-Anwendung Abhilfe schaffen.